
Testaufbau und Aussagekraft
Dieser Surfshark Testbericht trennt eigene Messungen, bestätigte praktische Schutzprüfungen, Angaben des Anbieters und externe Prüfberichte. Unser Messsystem verwendet ein manuell erzeugtes WireGuard-Profil für einen Surfshark Endpunkt in Frankfurt. Es erfasst Download, Upload und Latenz auf einem deutschen Rechenzentrumsanschluss. Jeder verwertete Datensatz enthält das Protokoll, den Endpunkt, den Messzeitpunkt, die Speedtest-Gegenstelle und die Version des Messsystems.
Der Messbereich oberhalb dieses Artikels zeigt gleitende Mittelwerte aus bis zu 20 jüngsten verifizierten Läufen. Zu Beginn der Reihe liegen entsprechend weniger Werte vor. Neue automatische Messungen ergänzen die Datenbasis und ersetzen später schrittweise ältere Ergebnisse. Deshalb stehen konkrete Geschwindigkeitswerte nur im dynamischen Messbereich und nicht dauerhaft im Fließtext.
Die Reihe beschreibt den konkreten Weg vom deutschen Messstand zum Frankfurter Surfshark Endpunkt und weiter zur automatisch ausgewählten Speedtest-Gegenstelle. Sie ist keine Messung an einem privaten Kabel-, DSL- oder Glasfaseranschluss. Routing, Serverlast, Gegenstelle und die sehr leistungsfähige Anbindung des Messstands beeinflussen das Ergebnis. Ohne zeitgleiche Vergleichsmessung derselben Verbindung ohne VPN berechnen wir keinen prozentualen Geschwindigkeitsverlust und leiten keine pauschale Rangfolge gegenüber anderen Anbietern ab.
WireGuard und die fortlaufende Messreihe
Surfshark unterstützt den Export statischer WireGuard-Konfigurationen für manuelle Verbindungen. Die offizielle Anleitung beschreibt die Erzeugung eines Schlüsselpaares im Surfshark Konto, die Auswahl eines Standorts und den Download einer Konfigurationsdatei. Genau dieses Verfahren ermöglicht einen reproduzierbaren Messstand ohne Abhängigkeit von der grafischen Surfshark App.
Das verwendete Profil führt den gesamten IPv4-Verkehr durch den Tunnel und verwendet die im Profil hinterlegten DNS-Resolver. Vor der ersten Messung wurde geprüft, ob die öffentliche Route über die WireGuard-Schnittstelle läuft, der Handshake zustande kommt, DNS innerhalb des isolierten Netzwerkraums funktioniert und der Ausgang als Frankfurt in Deutschland erkannt wird. Die private WireGuard-Konfiguration liegt ausschließlich auf dem Messstand und wird nicht im Projekt gespeichert.
Die sichtbaren Werte gelten damit für WireGuard und den eingerichteten Frankfurter Endpunkt. Sie lassen sich nicht automatisch auf OpenVPN, andere Länder, mobile Netze oder die Surfshark Apps übertragen. Ein einzelner sehr hoher Messwert ist keine garantierte Mindestleistung. Der langfristige Verlauf wird mit jedem planmäßigen Lauf aussagekräftiger.
DNS, WebRTC, IPv6 und Kill-Switch
Die automatische Geschwindigkeitsreihe bestätigt Tunnelaufbau, Routing und Erreichbarkeit. Sie erzeugt allein jedoch kein belastbares Urteil zu DNS, WebRTC, IPv6 oder Kill-Switch. Diese vier Bereiche wurden deshalb getrennt praktisch auf einem Endgerät geprüft.
Surfshark bestand den DNS-Leak-Test, den WebRTC-Leak-Test und den IPv6-Leak-Test. Auch der Kill-Switch arbeitete im gesonderten Funktionstest wie vorgesehen. Die vier Ergebnisfelder werden deshalb als bestanden geführt. Diese Urteile stammen aus den bestätigten praktischen Prüfungen und nicht aus der automatischen Rechenzentrums-Messreihe oder aus Produktwerbung.
Die Ergebnisse gelten für den geprüften Teststand. Betriebssystem, App-Version, Browser, Protokoll und lokale Netzwerkkonfiguration können das Verhalten auf einem anderen Gerät beeinflussen. Mit unserem DNS-Leak-Test, WebRTC-Leak-Test, IPv6-Leak-Test und der IP-Anzeige können Sie Ihre eigene Verbindung zusätzlich prüfen.
Datenschutzrichtlinie und vorübergehende Verbindungsdaten
Die Surfshark Datenschutzrichtlinie wurde am 21. Mai 2026 aktualisiert. Als Verantwortlicher wird Surfshark B.V. mit Sitz in Amsterdam genannt. Die Richtlinie erklärt, keine besuchten IP-Adressen, Browserverläufe, Sitzungsinformationen, Verbindungszeitstempel, Bandbreitennutzung oder vergleichbare Angaben zur Onlineaktivität dauerhaft zu sammeln.
No-Logs bedeutet auch hier nicht, dass während des Betriebs überhaupt keine Daten verarbeitet werden. Für die Funktion des VPN-Dienstes können die Server laut Richtlinie vorübergehend die Nutzerkennung beziehungsweise die IP-Adresse sowie Zeitstempel der Verbindung zu einem bestimmten VPN-Server halten. Diese Informationen sollen innerhalb von 15 Minuten nach dem Ende der Sitzung automatisch gelöscht werden. Die besuchten Webseiten sollen nicht gespeichert werden.
Für das Konto nennt die Richtlinie E-Mail-Adresse, verschlüsseltes Passwort, Registrierungsdatum und gegebenenfalls einen Gutscheincode. Diese Daten bleiben während des aktiven Abonnements und bis zu zwei Jahre nach der letzten Anmeldung gespeichert. Zahlungs- und Bestelldaten werden ebenfalls verarbeitet. Wer No-Logs bewertet, sollte deshalb zwischen dem Inhalt des VPN-Verkehrs, kurzlebigen Betriebsdaten und dauerhaft vorhandenen Konto- oder Zahlungsinformationen unterscheiden.
Surfshark bietet neben dem VPN weitere Dienste wie Alternative ID, Search, Alert und Antivirus an. Für diese Produkte gelten zusätzliche Datenkategorien und Aufbewahrungsfristen. Dieser Testbericht bewertet die VPN-Verbindung. Ein gebündeltes Abonnement sollte deshalb anhand der für jedes Zusatzprodukt beschriebenen Datenverarbeitung geprüft werden.
Deloitte-Bericht von 2025
Deloitte Lietuva UAB führte eine Prüfung mit angemessener Sicherheit zum Stand vom 10. Juni 2025 durch. Der öffentlich verfügbare Bericht beurteilt, ob die Konfiguration der IT-Systeme und das Management der unterstützenden Betriebsabläufe in wesentlichen Belangen der von Surfshark beschriebenen No-Logs-Umsetzung entsprachen. Deloitte kam für diesen Stichtag zu einem positiven Ergebnis.
Die im Bericht enthaltene Beschreibung ist konkreter als eine kurze Werbeaussage. Sie nennt keine Speicherung von ein- oder ausgehendem Verkehr, Quell- und Ziel-IP-Adressen, Browserverlauf, Datenmenge, verwendeten VPN-Servern, DNS-Anfragen oder heruntergeladenen Dateien. Als Betriebsdaten werden Diagnosen des Betriebssystems und aggregierte Zahlen erfolgreicher beziehungsweise gleichzeitig aktiver Verbindungen beschrieben, nicht jedoch individuelle Aktivitätsdaten.
Der Bericht nennt außerdem deaktivierte Protokollierung auf Container- und Dienstebene, automatisierte Bereitstellung mit vordefinierter No-Logs-Konfiguration und vollständig im Arbeitsspeicher betriebene VPN-Server. Bei einem Neustart oder Stromverlust sollen die auf dem Server vorhandenen Daten verloren gehen. Solche technischen Kontrollen reduzieren persistente Zustände, ersetzen aber keine korrekte Entwicklung und Zugriffskontrolle.
Die zeitliche Grenze gehört zur Einordnung. Deloitte gibt ausdrücklich Sicherheit für den beschriebenen Stand am 10. Juni 2025, nicht für jeden späteren Zeitraum. Der Bericht ist ein substanzieller Beleg für diesen Stichtag und Prüfungsumfang, aber keine permanente Echtzeitkontrolle sämtlicher heutiger Server, Apps oder Zusatzdienste.
Transparenzfall vom April 2026
Surfshark veröffentlicht ein Transparenzregister zu rechtlichen und behördlichen Anfragen. Im April 2026 erfüllte das Unternehmen nach eigener Darstellung einen rechtsverbindlichen Beschluss des Bezirksgerichts Amsterdam in einem strafrechtlichen Verfahren. Herausgegeben werden konnten die Existenz des betroffenen Kontos und zahlungsbezogene Informationen.
Surfshark erklärt, keine Daten zur Onlineaktivität besessen zu haben und deshalb keine solchen Informationen an die Behörden übermittelt zu haben. Dieser Fall zeigt die praktische Bedeutung einer präzisen No-Logs-Definition: Verkehrs- und Aktivitätsdaten können fehlen, während Konto- und Zahlungsdaten weiterhin vorhanden sind. Das Transparenzregister ist eine Selbstauskunft des Anbieters, dokumentiert aber einen konkreten realen Vorgang statt nur ein abstraktes Versprechen.
Eigentümer, Sitz und Vertragsrecht
Surfshark B.V. hat seinen Sitz in den Niederlanden. Die aktuellen Nutzungsbedingungen erklären zugleich, dass der Vertrag trotz des niederländischen Unternehmens grundsätzlich dem Recht der Britischen Jungferninseln unterliegt. Zwingende Verbraucherrechte des Wohnsitzlandes sollen dadurch nicht eingeschränkt werden. Für deutsche Kunden bleibt deshalb neben der Rechtswahl das zwingende deutsche und europäische Verbraucherschutzrecht relevant.
Surfshark und Nord Security schlossen sich 2022 unter einer gemeinsamen Holding zusammen. Nach der offiziellen Unternehmensdarstellung arbeiten die Marken mit getrennten Infrastrukturen und eigenen Produktplänen weiter. Diese operative Trennung ändert nichts daran, dass beide Anbieter zur selben Unternehmensgruppe gehören. Wer bewusst zwischen wirtschaftlich unabhängigen VPN-Anbietern diversifizieren möchte, sollte diesen Zusammenhang berücksichtigen.
Geräte, manuelle Konfiguration und dedizierte IP
Die deutsche Preisseite nennt unbegrenzte gleichzeitige Geräteverbindungen für ein reguläres VPN-Abonnement. Unterstützt werden nach Anbieterangaben die verbreiteten Desktop- und Mobilplattformen, TV-Geräte, Browser-Erweiterungen sowie manuelle Router-Verbindungen. Wir haben in dieser Messreihe nicht jede App, Plattform oder Bedienoberfläche bewertet. Belegt und praktisch verwendet ist die manuelle WireGuard-Konfiguration.
Eine dedizierte IP ist als kostenpflichtige Ergänzung erhältlich. Die Nutzungsbedingungen erklären, dass eine gewöhnliche dedizierte IP mit der E-Mail-Adresse des Kontos verknüpft sein kann. Nach der Einrichtung lässt sich eine anonyme Option wählen, die diese Zuordnung aus der Surfshark Datenbank entfernen soll. Danach muss der Nutzer die erforderlichen Informationen selbst aufbewahren und Geräte manuell einrichten. Die anonyme Option ist laut Bedingungen nicht erstattungsfähig.
Für Streaming-Bibliotheken, Supportqualität und die Bedienung der Apps liegt in diesem Test noch keine eigene praktische Bewertungsreihe vor. Wir leiten deshalb weder eine Entsperrgarantie noch eine pauschale Komfortnote aus Anbieterangaben ab.
Preise, Verlängerung und Rückerstattung
Surfshark bietet Monats-, Jahres- und Zweijahresabonnements in mehreren Produktstufen an. Preise hängen von Laufzeit, Währung, Steuer und Aktion ab. Der auf der Angebotsseite hervorgehobene Monatsbetrag bei langen Laufzeiten ist kein monatlich kündbarer Tarif. Maßgeblich sind Gesamtbetrag, Erstlaufzeit und Verlängerungspreis in der Bestellübersicht.
Kostenpflichtige Dienste verlängern sich laut Nutzungsbedingungen automatisch, wenn die automatische Zahlung nicht vorher deaktiviert wird. Bei Laufzeiten über einem Monat soll Surfshark vorab per E-Mail informieren. Der Anbieter kann Preise und wiederkehrende Gebühren ändern und muss solche Änderungen im Voraus mitteilen. Die automatische Verlängerung lässt sich bei einem Direktkauf im Konto oder über den Support ausschalten.
Die 30-tägige Geld-zurück-Garantie gilt für den ersten Kauf und ist auf eine Erstattung pro Dienst begrenzt. Wiederkehrende Zahlungen sind grundsätzlich nicht erstattungsfähig. Auch Prepaid- oder Geschenkkarten, bestimmte Wiederverkäufer, Alternative-ID-Käufe und die anonyme dedizierte IP haben abweichende oder ausgeschlossene Erstattungen. Prüfen Sie diese Bedingungen vor dem Kauf, besonders wenn ein langfristiges Aktionsangebot den Ausschlag gibt.
Für wen eignet sich Surfshark?
Surfshark kommt für Nutzer infrage, die ein statisches WireGuard-Profil für externe Clients benötigen und ihre Gerätezahl nicht durch ein niedriges gleichzeitiges Verbindungslimit einschränken möchten. Die fortlaufende Frankfurter Messreihe liefert dafür eine konkrete technische Grundlage. Die aktuellen Werte und ihre Entwicklung stehen im Messbereich dieser Seite.
Datenschutzorientierte Nutzer erhalten mit der aktuellen Richtlinie, dem öffentlichen Deloitte-Bericht und dem Transparenzregister mehr prüfbare Informationen als durch ein No-Logs-Schlagwort allein. Zur vollständigen Einordnung gehören jedoch die vorübergehenden Verbindungsdaten, die länger gespeicherten Kontodaten, die Konzernverbindung mit Nord Security und die zeitliche Grenze der externen Prüfung.
Die praktischen Schutzprüfungen waren unauffällig. Wenn DNS, WebRTC, IPv6 oder Kill-Switch für Ihren Einsatz besonders wichtig sind, prüfen Sie die konkrete App trotzdem auf Ihrem eigenen Gerät. Für Streaming, Support und Bedienkomfort sollten Sie die Rückgabefrist nutzen und den Dienst in Ihrer eigenen Umgebung testen.
Häufige Fragen
Wie schnell ist Surfshark im Test?
Die aktuellen Mittelwerte und der Verlauf stehen im Messbereich oberhalb des Artikels. Sie werden aus bis zu 20 jüngsten verifizierten WireGuard-Läufen über einen Frankfurter Endpunkt berechnet und ändern sich mit neuen Messungen.
Hat Surfshark die Schutztests bestanden?
Ja. DNS, WebRTC und IPv6 zeigten im praktischen Test keine unerwünschte Offenlegung. Der Kill-Switch arbeitete im gesonderten Funktionstest wie vorgesehen. Diese Ergebnisse stammen aus manuellen Endgerätetests und nicht aus der automatischen Geschwindigkeitsreihe.
Was bestätigt Deloitte?
Deloitte beurteilte die technische No-Logs-Umsetzung zum Stand vom 10. Juni 2025 positiv. Der Bericht gilt für den beschriebenen Prüfungsumfang und Stichtag, nicht als permanente Kontrolle aller späteren Versionen.
Speichert Surfshark wirklich gar keine Daten?
Surfshark erklärt, keine Onlineaktivitäten oder besuchten Ziele dauerhaft zu speichern. Nutzerkennung beziehungsweise IP-Adresse sowie Verbindungszeitstempel können für den Betrieb bis zu 15 Minuten nach Sitzungsende vorübergehend vorhanden sein. Konto- und Zahlungsdaten bleiben davon getrennt gespeichert.
Gehört Surfshark zu NordVPN?
Surfshark und Nord Security gehören seit 2022 zu derselben Holding. Surfshark erklärt, beide Unternehmen arbeiteten mit getrennten Infrastrukturen und eigenen Produktplänen weiter.
Verlängert sich das Abonnement automatisch?
Ja. Bezahlte Surfshark Dienste verlängern sich automatisch, sofern die Verlängerung nicht vorher beendet wird. Der Preis kann sich ändern, und wiederkehrende Zahlungen fallen grundsätzlich nicht unter die 30-tägige Erstkaufgarantie.
Quellen
- Surfshark Datenschutzrichtlinie, aktualisiert am 21. Mai 2026
- Deloitte: No-Logs-Prüfung zum Stand vom 10. Juni 2025
- Surfshark Transparenzregister, einschließlich des Falls vom April 2026
- Surfshark Trust Center mit Prüfungen und Sicherheitsberichten
- Surfshark Nutzungsbedingungen, aktualisiert am 13. Juli 2026
- Surfshark Unternehmensseite zu Sitz und gemeinsamer Holding mit Nord Security
- Surfshark Preise, Laufzeiten und unbegrenzte Geräteverbindungen
- Surfshark Support: manuelle WireGuard-Konfiguration
- Surfshark: dedizierte und anonyme dedizierte IP