IPv6-Leak erkennen, ohne jede IPv6-Adresse zu verdächtigen

Viele Anschlüsse und Geräte unterstützen IPv4 und IPv6 parallel. Ein Browser kann je nach Ziel und Netzqualität eines der beiden Protokolle wählen. Bei einem VPN muss deshalb geklärt sein, ob IPv6 durch den Tunnel geleitet, kontrolliert blockiert oder gar nicht angeboten wird.

Eine sichtbare IPv6-Adresse ist nicht automatisch ein Leak. Einige VPN-Dienste stellen eine eigene IPv6-Adresse bereit und tunneln den Verkehr vollständig. Ein Warnsignal entsteht, wenn die sichtbare IPv6 weiterhin zum normalen Zugangsprovider gehört, während IPv4 bereits über den VPN-Anbieter läuft. Auch Standort und ASN können bei der Einordnung helfen, bleiben aber Schätzwerte.

RFC 8200 beschreibt IPv6-Adressen als Kennungen von Schnittstellen oder Schnittstellengruppen und weist auf zusätzliche Datenschutzfragen durch besser unterscheidbare Endpunkte hin. Moderne Systeme verwenden häufig temporäre Adressen, die langfristige Hardwarebezüge reduzieren. Das macht eine öffentliche IPv6 nicht harmlos, verhindert aber einfache Aussagen wie eine Adresse entspreche dauerhaft genau einem Gerät.

Erstellen Sie einen Ausgangswert ohne VPN und testen Sie danach mit aktivem Tunnel. Vergleichen Sie nicht nur die Zeichenfolgen, sondern auch den erwarteten Netzbetreiber. Wiederholen Sie den Test nach einem Serverwechsel und nach einem Verbindungsabbruch, wenn Sie den Leak-Schutz des Clients beurteilen möchten.

Was dieser IPv6-Test anzeigen kann

Der Browser fragt getrennte Endpunkte auf v4.myipstack.com und v6.myipstack.com ab. Der IPv4-Endpunkt ist nur über IPv4, der IPv6-Endpunkt nur über IPv6 erreichbar. Zusätzlich zeigt die Seite die IP der normalen Anfrage zu unserem Server mit einer ungefähren GeoIP-Zuordnung.

Das Tool meldet bewusst nur, ob IPv6-Konnektivität erkannt wurde. Es erklärt eine vorhandene IPv6 nicht automatisch zum Leak, weil dafür der erwartete VPN-Ausgang bekannt sein müsste. Keine erkannte IPv6 kann eine Blockierung, fehlende Anschlussunterstützung, ein DNS-Problem oder eine Störung des Testendpunkts bedeuten.

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