
Geschwindigkeit
Die auf dieser Seite gezeigten Geschwindigkeitswerte für ProtonVPN stammen nicht aus einem einzelnen Test, sondern aus einer fortlaufenden Messreihe. Dabei wird das WireGuard-Protokoll gegen einen deutschen Endpunkt in wiederkehrenden Abständen geprüft, sodass sich über die Zeit ein Bild von Download-Geschwindigkeit, Upload-Geschwindigkeit und Latenz ergibt. Die Messungen laufen automatisiert und regelmäßig, wodurch tageszeitliche Schwankungen, Auslastungsspitzen und Netzwerkbedingungen auf der Serverseite mit erfasst werden, statt nur eine punktuelle Momentaufnahme zu liefern.
Weil sich diese Werte mit jedem weiteren Messlauf verändern können, verzichten wir an dieser Stelle bewusst auf konkrete Zahlen. Die aktuell gültigen Durchschnittswerte sowie die Bandbreite zwischen Minimal- und Maximalwerten für Download, Upload und Latenz finden Sie direkt in der dynamischen Messkarte auf dieser Seite, dort wird der Verlauf laufend aktualisiert. Wer die Leistung von ProtonVPN einschätzen möchte, sollte diesen aktuellen Messbereich als Referenz nutzen und nicht auf ältere Textangaben vertrauen.
Wichtig ist zudem, dass unsere Messreihe einen einzelnen Standort und ein einzelnes Protokoll abbildet. Die tatsächlich erlebte Geschwindigkeit einer Nutzerin oder eines Nutzers hängt zusätzlich von der eigenen Internetanbindung, der Entfernung zum gewählten Serverstandort, der Tageszeit und der allgemeinen Netzauslastung ab. Ohne eine dokumentierte Vergleichsmessung ohne VPN lässt sich aus den vorliegenden Daten auch keine prozentuale Verlangsamung gegenüber einer ungeschützten Verbindung ableiten, und Schwankungen in der Messreihe sind nicht automatisch dem Anbieter zuzuschreiben, sondern können ebenso an Netzwerk- oder Messbedingungen liegen.
Sicherheit und Datenschutz
ProtonVPN wird von der Proton AG betrieben, einem Unternehmen mit Sitz in der Schweiz. Hauptanteilseignerin ist laut den vorliegenden Recherchedaten die gemeinnützige Proton Foundation. Die Schweiz gilt als Firmensitz außerhalb der klassischen EU- und US-Überwachungsstrukturen, was in einem TechRadar-Reisetest aus dem Jahr 2025 explizit als Pluspunkt hervorgehoben wurde: Dort erhielt ProtonVPN die Einstufung als 'bestes VPN für Privatsphäre' und belegte im Gesamtranking den zweiten Platz, wobei Schweizer Gerichtsbarkeit, unabhängige Audits und die No-Logs-Richtlinie ausdrücklich genannt wurden. Diese Einschätzung stammt von einem externen Testportal und ist als Fremdurteil zu verstehen, nicht als Ergebnis unserer eigenen Prüfung.
Ein zentraler Baustein für die Datenschutzversprechen von ProtonVPN ist die wiederholte externe Prüfung der No-Logs-Richtlinie durch die Sicherheitsfirma Securitum. Den vorliegenden Quellen zufolge hat ProtonVPN dieses Audit bereits zum fünften Mal in Folge erfolgreich durchlaufen, ein viertes Audit zuvor wurde ebenfalls von TechRadar bestätigt. Eine mehrfach wiederholte, unabhängige Prüfung ist ein aussagekräftigeres Signal als eine einmalige Zusicherung, weil sie Konsistenz über einen längeren Zeitraum belegt.
Gleichzeitig finden sich in den Recherchedaten auch zwei Berichte über Sicherheitsvorfälle, die bei einer seriösen Einordnung nicht unerwähnt bleiben sollten. Ein Bericht beschreibt einen älteren Vorfall, bei dem ein Angreifer mit dem Namen 'Ninja Defender' unautorisierten Zugriff über Chat-Anwendungen erlangt und rund 105 KB an Daten, überwiegend E-Mail-Adressen, entwendet haben soll. Ein zweiter, unabhängiger Bericht erwähnt eine mögliche Schwachstelle im Speicherschutz der WireGuard-Implementierung, durch die theoretisch private Schlüssel und Datenverkehr von bis zu 500 Millionen Proton VPN- und Proton-Pass-Konten hätten abgefangen werden können. Der Bestätigungsgrad dieser beiden Berichte ist in den vorliegenden Quellen unterschiedlich und insgesamt eher niedrig einzustufen, weshalb sie hier als zu beobachtende Hinweise und nicht als abschließend bestätigte Tatsachen wiedergegeben werden. Interessierte sollten bei Bedarf die Originalquellen und offizielle Stellungnahmen von Proton selbst prüfen.
Zu weiteren technischen Schutzmechanismen wie einem Kill-Switch, WebRTC-Schutz oder IPv6-Schutz liegen in den ausgewerteten Recherchedaten keine konkreten Belege vor, weshalb an dieser Stelle keine Aussage dazu getroffen wird.
Preise
Nach den vorliegenden Informationen von der offiziellen Preisseite verlängert sich ein ProtonVPN-Abonnement nach Ablauf eines rabattierten Einführungsangebots automatisch zum regulären Standardpreis, sofern es nicht vorher gekündigt wird. Diese Praxis ist bei Abo-Diensten verbreitet, sollte aber bei der Kaufentscheidung eingeplant werden, da der Endpreis nach der ersten Vertragsperiode spürbar höher ausfallen kann als der beworbene Einstiegspreis.
Ein Nutzerbeitrag aus einem einschlägigen Forum illustriert dies mit einem konkreten Beispiel, wonach sich der Jahrespreis nach der ersten Vertragsperiode erhöht habe. Da es sich hierbei um einen einzelnen Erfahrungsbericht mit begrenzter Bestätigungssicherheit handelt, sollte dieser als Beispiel und nicht als verbindliche, aktuell gültige Preisangabe verstanden werden. Vor Vertragsabschluss empfiehlt es sich, die jeweils aktuellen Konditionen und den Preis nach Ablauf der Einführungsphase direkt auf der Anbieterseite zu prüfen.
Für wen geeignet
Aufgrund des Schweizer Firmensitzes, der Eigentümerstruktur über die gemeinnützige Proton Foundation und der wiederholt extern geprüften No-Logs-Richtlinie eignet sich ProtonVPN insbesondere für Nutzerinnen und Nutzer, denen eine nachvollziehbar dokumentierte Datenschutzhistorie wichtig ist. Wer Wert auf eine Gerichtsbarkeit außerhalb klassischer Überwachungsallianzen legt und dies durch unabhängige Prüfberichte statt reiner Werbeaussagen belegt sehen möchte, findet in den vorliegenden Audit-Ergebnissen eine sachliche Grundlage.
Die fortlaufende Geschwindigkeitsmessung über WireGuard spricht zudem Nutzerinnen und Nutzer an, die sich nicht auf eine einmalige Herstellerangabe verlassen, sondern die tatsächliche Verbindungsqualität über einen längeren Zeitraum im Blick behalten möchten. Der aktuelle Messbereich auf dieser Seite eignet sich dafür als laufend aktualisierte Referenz.
Wer hingegen besonders preissensibel plant und ein Abonnement über mehrere Jahre ohne Preisanpassung sucht, sollte die dokumentierte automatische Verlängerung zum Standardpreis nach der Einführungsphase in die Kalkulation einbeziehen. Ebenso sollten datenschutzbewusste Nutzerinnen und Nutzer, die maximale Transparenz zu jedem historischen Sicherheitsvorfall erwarten, die erwähnten, unterschiedlich stark bestätigten Berichte über frühere Vorfälle selbst nachverfolgen.
Häufige Fragen
Wo hat ProtonVPN seinen rechtlichen Sitz?
Der Dienst wird von der Proton AG mit Sitz in der Schweiz betrieben, deren Hauptanteilseignerin die gemeinnützige Proton Foundation ist.
Wie aktuell sind die auf dieser Seite gezeigten Geschwindigkeitswerte?
Sie stammen aus einer fortlaufenden Messreihe über das WireGuard-Protokoll gegen einen deutschen Endpunkt. Die jeweils aktuellen Durchschnitts- und Schwankungswerte finden Sie in der dynamischen Messkarte dieser Seite.
Wurde die No-Logs-Richtlinie von ProtonVPN unabhängig geprüft?
Ja, laut den vorliegenden Quellen hat ProtonVPN ein entsprechendes Audit der Firma Securitum bereits mehrfach in Folge bestanden, ein vorheriges Audit wurde zusätzlich von TechRadar bestätigt.
Bleibt der Abonnementpreis nach dem ersten Vertragsjahr gleich?
Nach den vorliegenden Informationen verlängert sich das Abo nach Ablauf eines rabattierten Einführungsangebots automatisch zum regulären Standardpreis, sofern keine Kündigung erfolgt.
Gab es bei ProtonVPN schon Sicherheitsvorfälle?
Es liegen zwei Medienberichte über mögliche Vorfälle vor, einer betrifft einen älteren Datenabfluss geringen Umfangs, der andere eine berichtete Schwachstelle im Speicherschutz der WireGuard-Implementierung. Der Bestätigungsgrad beider Berichte ist in den ausgewerteten Quellen unterschiedlich und insgesamt eher gering.