Abstrakte Illustration zu NordVPN

NordVPN

nordvpn.com
Eigene MessreihePanama
Messergebnisse
396 Mbps
Download
293 Mbps
Upload
11 ms
Latenz
Geschwindigkeitsverlauf (deutscher Server, letzte 30 Tage)
030260412.07.01.08. · Mbps
DNS-Leak-Test bestandenKill-SwitchWebRTC-SchutzIPv6-Schutz
NordVPN wird auf VPNTestbericht.de über eine fortlaufende Messreihe an einem deutschen VPN-Endpunkt geprüft. Die aktuellen Werte stammen aus den bis zu 20 jüngsten technisch nachvollziehbaren Läufen und stehen zusammen mit dem Verlauf direkt im Messbereich dieser Seite. Für die Datenschutzbewertung berücksichtigen wir die im Juni 2026 aktualisierte Datenschutzerklärung, die sechste No-Logs-Prüfung von Deloitte und die veröffentlichten Transparenzberichte.
Vorteile
Fortlaufende deutsche Geschwindigkeitsmessungen statt eines einzelnen Stichtags
Sechste No-Logs-Prüfung durch Deloitte für den technischen Stand Ende 2025
Aktuelle Datenschutzerklärung trennt VPN-Verkehr, kurzlebige Sitzungsdaten und App-Telemetrie
Quartalsweise Angaben zu Behördenanfragen und DMCA-Meldungen
Linux-Client mit öffentlich einsehbarem Quellcode unter der GPL 3.0
Nachteile
Der vollständige Bericht der sechsten No-Logs-Prüfung ist nur nach Anmeldung im Nord Account einsehbar
Verlängerungspreise können laut Angebotsbedingungen höher als der Einstiegspreis ausfallen
Die App verarbeitet technische Verbindungsdaten wie Internetanbieter, Protokoll und verbundenen Server
Quelloffenheit ist für den Linux-Client dokumentiert, nicht pauschal für jede NordVPN-App
Vollständiger Test

Testaufbau und Aussagekraft

Dieser NordVPN-Testbericht trennt eigene Messungen, Angaben des Anbieters und Ergebnisse externer Prüfungen. Unser Messsystem baut wiederkehrend eine Verbindung zu einem deutschen NordVPN-Endpunkt auf und erfasst Download, Upload sowie Latenz. Nur Läufe mit dokumentiertem Protokoll, Endpunkt, Messzeitpunkt und technischer Herkunft fließen in die sichtbaren Werte ein. Alte Platzhalter oder Datensätze ohne diese Herkunft werden nicht verwendet.

Der Messbereich oberhalb dieses Artikels zeigt gleitende Mittelwerte aus bis zu 20 jüngsten verifizierten Läufen. Der Verlauf bündelt die Messungen zu Tageswerten. Neue Läufe ersetzen schrittweise ältere Werte, deshalb kopieren wir keine konkreten Geschwindigkeitszahlen in den Fließtext. Der Messbereich ist für den aktuellen Stand maßgeblich.

Die Reihe beschreibt einen konkreten deutschen Messpfad. Sie beweist nicht, dass NordVPN auf jedem Anschluss, mit jedem Protokoll und an jedem Standort dieselbe Leistung erreicht. Routing, Auslastung, Gegenstelle und die Anbindung des Messsystems beeinflussen das Ergebnis. Da keine zeitgleiche Vergleichsmessung derselben Verbindung ohne VPN vorliegt, nennen wir keinen prozentualen Geschwindigkeitsverlust und leiten aus den Zahlen keine Rangfolge gegenüber anderen Anbietern ab.

Geschwindigkeit richtig einordnen

Download, Upload und Latenz beantworten unterschiedliche Fragen. Der Download ist für große Dateien und hochauflösende Streams relevant. Der Upload spielt bei Cloud-Sicherungen, Videokonferenzen und selbst gehosteten Diensten eine größere Rolle. Die Latenz beeinflusst vor allem interaktive Anwendungen, Sprachverbindungen und Online-Spiele.

Ein einzelner Lauf kann durch kurzfristige Netzlast oder eine ungünstige Route abweichen. Die fortlaufende Reihe reduziert dieses Problem, weil nicht ein zufälliger Messzeitpunkt den sichtbaren Wert bestimmt. Auch ein Mittelwert ist jedoch keine garantierte Mindestleistung. Prüfen Sie NordVPN deshalb zusätzlich auf Ihrem Anschluss und mit dem Standort, den Sie tatsächlich verwenden möchten.

NordVPN dokumentiert mit NordLynx ein auf WireGuard basierendes Protokoll. Daneben nennt der Anbieter OpenVPN und NordWhisper. Welche Technik ein Messlauf verwendet, wird in der Messdatenbank festgehalten. Die reine Existenz eines Protokolls ist noch kein Leistungsnachweis. Für die Geschwindigkeitsbewertung zählen die tatsächlich erfassten Läufe im Messbereich.

DNS, WebRTC, IPv6 und Kill-Switch

Die automatische Geschwindigkeitsreihe prüft den Tunnelaufbau und die Erreichbarkeit, erzeugt aber allein keine belastbaren Aussagen zu DNS, WebRTC, IPv6 oder Kill-Switch. Diese vier Bereiche wurden deshalb getrennt praktisch geprüft. NordVPN bestand den DNS-Leak-Test, den WebRTC-Leak-Test und den IPv6-Leak-Test. Auch der Kill-Switch arbeitete im kontrollierten Funktionstest wie vorgesehen.

Die grünen Hinweise im Messbereich beziehen sich auf diese bestätigten Praxistests und nicht nur auf die Produktdokumentation. Sie gelten für den geprüften Teststand. Betriebssystem, App-Version, Browser, Protokoll und lokale Netzwerkkonfiguration können das Verhalten auf einem anderen Gerät beeinflussen.

NordVPN dokumentiert zusätzlich Schutzfunktionen für alle vier Bereiche. Der Anbieter nennt DNS-Leak-Schutz und einen automatischen Kill-Switch. Für WebRTC verweist NordVPN auf eine Blockieroption in der Browser-Erweiterung, für IPv6 auf einen integrierten Leak-Schutz. Diese Angaben ergänzen unsere Praxisergebnisse, ersetzen sie aber nicht. Mit unserem DNS-Leak-Test, WebRTC-Leak-Test, IPv6-Leak-Test und der IP-Anzeige können Sie die sichtbare Verbindung auf Ihrem eigenen Gerät zusätzlich prüfen.

No-Logs-Aussage und sechste Prüfung

Die NordVPN Datenschutzerklärung wurde am 10. Juni 2026 aktualisiert. Sie erklärt, dass Internetaktivitäten während der VPN-Nutzung nicht überwacht, aufgezeichnet, gespeichert oder an Dritte weitergegeben werden. Genannt werden ausdrücklich Bandbreite, Verkehrsdaten, IP-Adressen und Browserinformationen. Diese Zusage bezieht sich auf den VPN-Verkehr und bedeutet nicht, dass für Konto, App und Zusatzfunktionen keinerlei Daten verarbeitet werden.

Ende 2025 ließ NordVPN seine No-Logs-Aussage zum sechsten Mal prüfen. Laut Anbieter untersuchte Deloitte Lithuania zwischen dem 10. November und dem 12. Dezember 2025 die Serverinfrastruktur, Konfigurationen und Bereitstellungsprozesse. Einbezogen waren Standardserver, Double VPN, verschleierte Server und Onion Over VPN. Deloitte kam nach Darstellung von NordVPN zu dem Ergebnis, dass die geprüften Systeme und Betriebsabläufe entsprechend der No-Logs-Aussage entworfen und umgesetzt waren.

Die Grenzen sind wichtig. Es handelt sich um eine zeitlich begrenzte Prüfung des damaligen Zustands, nicht um eine laufende Überwachung. NordVPN veröffentlicht den vollständigen Bericht außerdem nicht frei im Web. Kunden können ihn nach Anmeldung im Nord Account lesen. Die öffentliche Zusammenfassung ermöglicht daher eine Einordnung von Zeitraum, Umfang und Ergebnis, aber keine vollständige unabhängige Nachprüfung aller Details durch Besucher ohne Konto.

Welche Daten trotzdem verarbeitet werden

Die aktuelle Datenschutzerklärung nennt die letzte Sitzungsinformation, um gleichzeitige aktive Sitzungen zu begrenzen. Diese Information soll innerhalb von 15 Minuten nach dem Ende einer Sitzung gelöscht werden. Zusätzlich verarbeitet NordVPN, ob der Dienst innerhalb der vergangenen 90 Tage genutzt wurde. Nach eigener Aussage wird dabei nur die Nutzung als solche festgehalten, um Missbrauch und unberechtigte Rückbuchungen zu bearbeiten.

Die Apps erfassen außerdem technische Informationen. Dazu gehören allgemeine Geräte- und Systemmerkmale, App-Version und Einstellungen, erfolgreiche oder fehlgeschlagene Ereignisse, Netzwerktyp, öffentlicher Internetanbieter, VPN-Verbindungsstatus, verwendetes Protokoll, verbundener Server sowie Diagnose- und Leistungsdaten. NordVPN erklärt, diese Informationen würden mit zufällig auf dem Gerät erzeugten Kennungen getrennt vom Onlineverhalten gespeichert. Analyse- und Werbedaten sollen optional sein und sich über die Datenschutzeinstellungen verwalten lassen.

Für eine faire Bewertung muss beides nebeneinanderstehen: NordVPN verspricht, den Inhalt des VPN-Verkehrs und die besuchten Ziele nicht zu protokollieren. Gleichzeitig verarbeitet die App Betriebsdaten, damit Verbindung, Sicherheit und Konfiguration funktionieren. Datenschutzbewusste Nutzer sollten deshalb die App-Einstellungen prüfen und optionale Analyse- oder Werbedaten deaktivieren, wenn sie diese nicht teilen möchten.

Transparenzberichte und Behördenanfragen

NordVPN veröffentlicht quartalsweise Zahlen zu Behördenanfragen und automatisierten DMCA-Meldungen. Für April bis Juni 2026 nennt die Transparenzseite 85 Anfragen staatlicher Stellen. Eine solche Zahl sagt allein nicht, wie berechtigt oder umfangreich die einzelnen Anfragen waren. Sie macht aber sichtbar, dass rechtliche Anfragen zum laufenden Betrieb eines großen VPN-Dienstes gehören.

Besonders aufschlussreich ist ein Eintrag aus Oktober 2024. NordVPN erklärt, aufgrund einer verbindlichen Anordnung der panamaischen Staatsanwaltschaft Zahlungsdaten und die Existenz eines Kontos bestätigt zu haben. Verkehrs- oder Verbindungsprotokolle seien nicht vorhanden gewesen und deshalb nicht herausgegeben worden. Das Beispiel zeigt die praktische Grenze von No-Logs: Aktivitätsdaten können fehlen, während Konto- und Zahlungsinformationen weiterhin existieren.

Server, Apps und Zusatzfunktionen

Der Anbieter beschreibt seine VPN-Server als RAM-basiert. Beim Ausschalten gehen Daten im flüchtigen Arbeitsspeicher verloren. Ein Teil der Infrastruktur soll NordVPN selbst gehören und vom eigenen Team verwaltet werden, weitere Server werden bei Partnern betrieben. RAM-Betrieb reduziert dauerhaft gespeicherte Serverdaten, ersetzt aber weder eine saubere Konfiguration noch externe Prüfungen.

Für Linux stellt Nord Security den Client auf GitHub unter der GPL 3.0 bereit. Das Repository dokumentiert NordLynx, OpenVPN, Firewallregeln, Routing und DNS-Integration. Diese Quelloffenheit ist positiv, gilt aber nicht automatisch für jede App auf jeder Plattform. Wer offenen Quellcode als zentrales Auswahlkriterium betrachtet, sollte den Umfang je Betriebssystem getrennt prüfen.

NordVPN erlaubt laut aktueller Produktseite zehn gleichzeitige Geräte pro Konto. Meshnet kann darüber hinaus bis zu zehn eigene und 50 externe Geräte zu einem privaten Netz verbinden und wird kostenlos angeboten. Spezialserver umfassen unter anderem P2P, Double VPN, Onion Over VPN und verschleierte Verbindungen. Solche Funktionen erweitern den Einsatzbereich, sind aber nicht Bestandteil unserer automatischen Geschwindigkeitsprüfung.

Bei Zusatzdiensten gelten eigene Datenschutzfolgen. Die Datenschutzerklärung weist darauf hin, dass eine dedizierte IP mit E-Mail und Kontoinformationen verknüpft wird. Smart DNS erfordert die Speicherung der aktivierten IP-Adresse. Wer NordVPN wegen möglichst geringer Zuordenbarkeit nutzt, sollte diese Unterschiede vor der Aktivierung berücksichtigen.

Historischer Servervorfall

Zu einer vollständigen Einordnung gehört der unbefugte Zugriff auf einen gemieteten Server in Finnland im März 2018. NordVPN wurde nach eigener Darstellung später darüber informiert und machte den Vorfall 2019 öffentlich. Der Anbieter erklärte, auf dem betroffenen Server hätten keine Nutzeraktivitätsprotokolle gelegen. Als Reaktion wurden unter anderem ein Bug-Bounty-Programm, der Ausbau eigener Server und eine Umstellung auf festplattenlose Infrastruktur angekündigt.

Der Vorfall ist kein Beleg für eine heutige Kompromittierung. Er zeigt aber, warum Kontrolle über Hostingpartner, zeitnahe Offenlegung und überprüfbare Infrastruktur wichtig sind. Die späteren Maßnahmen und wiederholten No-Logs-Prüfungen sind relevante Reaktionen, sie löschen die historische Verzögerung zwischen Vorfall und öffentlicher Mitteilung nicht aus der Bewertung.

Preise, Verlängerung und Rückerstattung

NordVPN arbeitet mit Einführungspreisen für neue Kunden. Die offizielle Preisseite weist darauf hin, dass nach dem ersten Zeitraum eine automatische Verlängerung zum dann geltenden Preis erfolgt. Dieser Preis kann höher als das Einstiegsangebot sein und sich ändern. Bei längeren Abonnements soll vor der Abbuchung eine E-Mail versendet werden. Maßgeblich sind der Gesamtbetrag, die Laufzeit und der angezeigte Verlängerungspreis im Bestellprozess.

Die 30-tägige Geld-zurück-Garantie gilt laut Supportdokument für den ersten Kauf eines neuen Abonnements. Eine Verlängerung fällt grundsätzlich nicht unter diese Garantie, sofern zwingendes lokales Recht nichts anderes verlangt. Die automatische Verlängerung lässt sich im Nord Account unter den Abrechnungseinstellungen abschalten. Käufe über App Stores oder Wiederverkäufer können abweichenden Erstattungswegen unterliegen.

Für wen eignet sich NordVPN?

NordVPN kommt für Nutzer infrage, die eine laufend aktualisierte deutsche Geschwindigkeitsreihe mit einer großen Plattformauswahl verbinden möchten. Linux-Nutzer erhalten zusätzlich einen öffentlich einsehbaren Client. Meshnet ist interessant, wenn Sie eigene Geräte direkt verbinden, Dateien austauschen oder auf ein entferntes Heimnetz zugreifen möchten.

Für eine datenschutzorientierte Entscheidung liefern die wiederholten Prüfungen, die aktuelle Datenschutzerklärung und die Transparenzberichte mehr Substanz als ein reines Werbeversprechen. Sie sollten dennoch die Grenzen lesen: Der jüngste Prüfbericht ist nur nach Anmeldung vollständig verfügbar, App-Betriebsdaten werden verarbeitet und Zusatzdienste wie dedizierte IP oder Smart DNS verändern die Datenlage.

Wenn der Einführungspreis den Ausschlag gibt, notieren Sie vor dem Kauf den Verlängerungsbetrag und den Kündigungstermin. Unsere Praxistests für DNS, WebRTC, IPv6 und Kill-Switch waren erfolgreich. Prüfen Sie die jeweilige App trotzdem auf Ihrem eigenen Gerät, wenn diese Funktionen für Ihren Anwendungsfall entscheidend sind. Die fortlaufende Messreihe beantwortet die Geschwindigkeitsfrage, aber nicht automatisch jede Sicherheits- oder Komfortfrage.

Häufige Fragen

Wie schnell ist NordVPN im Test?

Die aktuellen Mittelwerte und der Verlauf stehen im Messbereich oberhalb des Artikels. Sie werden aus bis zu 20 jüngsten verifizierten Läufen über einen deutschen Endpunkt berechnet und ändern sich mit neuen Messungen.

Speichert NordVPN wirklich keine Daten?

Die Richtlinie verspricht keine Protokollierung des VPN-Verkehrs, nennt aber kurzlebige Sitzungsinformationen, eine 90-Tage-Angabe zur Nutzung sowie technische App-Daten. No-Logs bedeutet deshalb nicht, dass Konto und Anwendung völlig ohne Datenverarbeitung funktionieren.

Was bestätigt die Deloitte-Prüfung?

Die sechste Prüfung bewertete den technischen Stand zwischen November und Dezember 2025. Laut NordVPN sah Deloitte die geprüften Systeme und Abläufe im Einklang mit der No-Logs-Aussage. Es bleibt eine Momentaufnahme, der vollständige Bericht ist nur im Nord Account verfügbar.

Wird NordVPN nach der ersten Laufzeit teurer?

Die Angebotsbedingungen erklären, dass nach dem Einstiegszeitraum der dann geltende Verlängerungspreis berechnet wird. Dieser kann höher sein. Prüfen Sie den konkreten Betrag vor dem Kauf und deaktivieren Sie die automatische Verlängerung rechtzeitig, wenn Sie sie nicht wünschen.

Ist jede NordVPN App quelloffen?

Nord Security veröffentlicht den Linux-Client samt grafischer Oberfläche auf GitHub. Daraus folgt keine pauschale Quelloffenheit für sämtliche Apps und Plattformen.

Quellen

NordVPN verbindet eine fortlaufende deutsche Geschwindigkeitsreihe mit wiederholten No-Logs-Prüfungen, aktuellen Datenschutzangaben und öffentlichen Transparenzzahlen. Für die Entscheidung sollten Sie die dynamischen Messwerte gemeinsam mit den verarbeiteten App-Daten, dem nur für Kontoinhaber vollständigen Prüfbericht und dem möglichen Preissprung bei der Verlängerung betrachten.
Methodik
Wir veröffentlichen eigene Geschwindigkeits- und Leak-Messungen getrennt von Anbieterangaben und externen Prüfberichten. Nicht praktisch geprüfte Bereiche erhalten keine öffentliche Punktnote.
Bewertung zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026