TLS-Zertifikat und ausgehandeltes Protokoll prüfen
HTTPS verwendet TLS, um Daten gegen Mitlesen und Veränderung auf dem Transportweg zu schützen. Ein Zertifikat verbindet dabei einen öffentlichen Schlüssel mit Domainnamen. Der Browser prüft unter anderem, ob der aufgerufene Name im Zertifikat enthalten ist, der Gültigkeitszeitraum passt und eine vertrauenswürdige Zertifikatskette aufgebaut werden kann.
Der umgangssprachliche Begriff SSL-Checker ist verbreitet, technisch geht es bei modernen Websites um TLS. RFC 8446 definiert TLS 1.3 und beschreibt Schutz vor Mitlesen, Manipulation und Nachrichtenfälschung. TLS 1.2 ist in vielen Umgebungen weiterhin üblich. Welche Version und Cipher Suite angemessen sind, hängt auch von den unterstützten Clients und der Serverrichtlinie ab.
Das Zertifikat sagt nichts darüber aus, ob der Betreiber einer Website seriös ist. Auch eine Phishing-Seite kann ein gültiges Domainzertifikat besitzen. Es bestätigt die technische Namensbindung und ermöglicht die verschlüsselte Verbindung, nicht die Geschäftspraktiken oder den Inhalt der Seite.
Für Betreiber sind Ablaufdatum und alternative Namen besonders wichtig. Ein Zertifikat kann für mehrere Domains oder Wildcards gelten. Automatische Erneuerung sollte überwacht werden, denn ein Fehler wird häufig erst sichtbar, wenn Browser die Verbindung ablehnen.
Umfang und Grenzen dieses TLS-Checks
Unser Server baut auf Port 443 eine TLS-Verbindung mit SNI für den eingegebenen Host auf. Bei erfolgreicher Standardprüfung zeigt das Tool den allgemeinen Namen, Aussteller, Gültigkeitszeitraum, alternative DNS-Namen, Seriennummer, SHA-256-Fingerabdruck und die in dieser einen Verbindung ausgehandelte TLS-Version.
Der Check ermittelt nicht systematisch alle unterstützten Protokollversionen und Cipher Suites. Er führt keinen vollständigen Ketten-, OCSP-, CT- oder Schwachstellenscan durch. Wenn die normale Zertifikatsprüfung scheitert, kann die Verbindung als Fehler enden, statt sämtliche Details des ungültigen Zertifikats anzuzeigen.