Browser-Fingerprint: auslesbare Merkmale sichtbar machen

Browser-Fingerprinting kombiniert beobachtbare Eigenschaften eines Browsers und Geräts. Dazu gehören Bildschirmdaten, Zeitzone, Sprache, Canvas-Ausgabe, WebGL-Renderer, Audioverarbeitung, Schriftarten und Hardwareangaben. Die W3C beschreibt Fingerprinting als Fähigkeit, einen Nutzer, Browser oder ein Gerät über solche Merkmale zu identifizieren oder wiederzuerkennen.

Anders als ein Cookie muss ein Fingerprint nicht als kleine Datei gespeichert werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder berechnete Hash weltweit eindeutig oder dauerhaft stabil ist. Updates, Monitore, Schriftarten, Grafikkartentreiber und Schutzfunktionen können Werte verändern. Umgekehrt können viele Personen mit standardisierten Browsern denselben oder einen ähnlichen Fingerprint teilen.

Der Prozentwert dieses Tools ist deshalb kein Einzigartigkeitswert. Er zeigt, wie viel der hier gewichteten Merkmalsfläche auslesbar war. Für eine Aussage wie eins unter einer Million wäre eine aktuelle Vergleichspopulation mit sauberer Stichprobe nötig. Eine solche Population verwendet dieses Tool nicht.

Ein VPN verändert die öffentliche IP-Adresse, aber nicht automatisch Canvas, Bildschirm, Zeitzone oder Hardwaremerkmale. Gegen Fingerprinting helfen Browser, die Werte begrenzen, vereinheitlichen oder situationsabhängig verändern. Viele individuelle Erweiterungen und exotische Einstellungen können dagegen zusätzliche Besonderheiten schaffen.

Was der Test lokal berechnet

Das Tool verwendet die quelloffene Browserbibliothek FingerprintJS. Sie liest verfügbare Komponenten aus und bildet daraus eine Fingerprint-ID. Der separate Prozentwert gewichtet lediglich, welche Kategorien messbar waren. Er vergleicht Ihre ID nicht mit anderen Besuchern.

Die Berechnung findet in Ihrem Browser statt. Die Seite speichert die angezeigte ID und die Einzelmerkmale nicht über diesen Testlauf hinaus. Einen niedrigeren Wert sollten Sie trotzdem nicht als Anonymitätsnachweis lesen, denn passive Merkmale wie IP und HTTP-Daten sowie nicht erfasste APIs können weiterhin zur Korrelation beitragen.

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